Freiwilliges Soziales Jahr in Albanien

Albanien scheint nicht weit zu sein, und doch ist es ein Schritt in eine neue Welt. Umgeben vom Kosovo, Montenegro, Griechenland und Mazedonien, bezaubert es durch seine Sandstrände, Berglandschaften und herzlichen Einwohner*innen. Gastfreundschaft ist in Albanien Ehrensache. Nicht selten findet das in der hervorragenden Küche des Landes seinen Ausdruck.

Albanien hat eine bewegte Geschichte, die weit über die Antike zurückreicht. 400 Jahre lang war es Teil des Osmanischen Reiches, während des Kalten Krieges tritt Albanien dem Warschauer Pakt bei. Auch heute noch zeigen sich die Auswirkungen des kommunistischen Regimes. Albanien ist eines der wirtschaftlich ärmsten Länder Europas. Der monatliche Durchschnittlohn liegt bei nur 400 Euro. Korruption und eine schlechte Infrastruktur gehören zu den größten Problemen des Landes. Auch im Bildungssystem gibt es Verbesserungspotenzial. Leider werden zunehmend private Schulen eröffnet, was den Kontrast zwischen arm und reich weiter verstärkt.

Hoffnung gibt ein möglicher Beitritt zur Europäischen Union. Seit 2014 offizieller Beitrittskandidat, könnte es aber trotzdem noch einige Jahre dauern bis die rund 3 Millionen Albaner*innen endgültig Teil der europäischen Gemeinschaft werden.

Einsatzstelle für ein FSJ in Shkodra

Hier leben seit rund 2400 Jahren Menschen. Solange hat es auch gedauert bis VOLONTARIAT bewegt zum ersten Mal Volontär*innen in die charmante, albanische Stadt mit seiner reichen Geschichte entsenden darf. Das Herzstück des Projekts in Shkodra ist das Jugendzentrum, das sechs Mal wöchentlich am Nachmittag seine Türen für Kinder und Jugendliche aller Altersgruppen öffnet. An Spitzentagen finden sich hier nicht weniger als 700 Kinder aus größtenteils sozio-ökonomisch benachteiligten Familien ein. Für die Volontär*innen gibt es also immer etwas zu tun - angefangen bei Tanz und Gesang bis hin zu handwerklichen Tätigkeiten. Besonders die Sportbegeisterten werden bei den zahlreichen Tischtennistischen sowie Fußball-, Volleyball-, Basketball- und Handballplätzen auf ihre Kosten kommen.

Zudem beheimatet das Projekt ein Internat für junge Burschen aus der Umgebung. Sie besuchen die technische Schule samt ihren Berufsbildungskursen am Gelände. Diese richtet sich dabei in erster Linie an jene, die durch das Netz des klassischen Schulsystems gefallen sind und hier eine zweite Chance bekommen. Die Betreuung der Internatsschüler fällt nicht in den klassischen Aufgabenbereich der Volontäre. Sie werden jedoch trotzdem ein fester Bestandteil ihres Alltags werden und Unterstützung beim Lernen wird immer erwünscht sein!

Mögliche Tätigkeiten

  • Ansprechperson für Kinder und Jugendliche sein
  • Mitarbeit im Jugendzentrum, das sechs Mal die Woche geöffnet hat
  • Unterstützung bei den zahlreichen kreativen und handwerklichen Angeboten des Jugendzentrums
  • Sportliche Betätigung mit den Kindern und Jugendlichen unter anderem bei Fußball, Basketball, Volleyball, Handball...

Unsere Partner*innen in Shkodra

Das seit 1992 bestehende Oratori Don Bosko wird von Salesianer Don Giuseppe Liano geleitet.

In der Gemeinschaft leben fünf Salesianer Don Boscos - insgesamt hat das Projekt 26 Mitarbeiter*innen.

22 Kinder und Jugendliche leben im Internat des Projektes, im Oratorium besuchen über 1000 Kinder und Jugendlichen die vielfältigen Aktivitäten.

Das Wichtigste ist für mich, als junger Mensch und als Volontär*in die Erfahrung von Don Bosko in Shkoder zu erleben. Wir schätzen die Bereitschaft der Freiwilligen, schnell zu lernen sich einzubringen und sich in einer für sie neuen Realität einzufinden.

 

Don Giuseppe, Projektdirektor