Freiwilliges Soziales Jahr in Ghana

Ghana ist ein Staat in Westafrika. Mit einer Fläche von rund 239.000 km² ist Ghana etwa dreimal so groß wie Österreich. Es ist eines der wenigen Länder, das um den Titel "dem Äquator am nächsten" wetteifert. Man kann das Klima also getrost als tropisch bezeichnen, schwankend zwischen der Trockenzeit und der Regenzeit. Direkt über der Küste erstreckt sich der größte von Menschenhand geschaffene Stausee, der „Volta-Stausee“. So vielfältig wie die Landschaft ist auch die Bevölkerung Ghanas. Rund 40 verschiedene Sprachen werden in Ghana gesprochen. Das sind mehr als in ganz Europa zusammen.

Ghana war die erste Kolonie Afrikas, die 1957 die Unabhängigkeit von der Kolonialmacht Großbritannien erklärte. Federführend bei der Forderung nach „Independence now!“ war Kwame Nkrumah, der später der erste Staatspräsident wurde. Kwame heißt übrigens „der samstags Geborene“. Bei den Ashanti ist es nämlich üblich, dass die Kinder nach dem Wochentag benannt werden, an dem sie geboren wurden. Der ehemalige UNO-Generalsekretär Kofi Annan wurde demnach an einem Freitag geboren. Wenn du dich für ein Freiwilliges Soziales Jahr in Ghana interessierst, solltest du dir jedenfalls die Wochentage auf Twi, der Sprache der Ashanti, einprägen. So kennst du dann auch schon einige Vornamen der von dir betreuten Kinder.

Einsatzstelle für ein FSJ in Sunyani

Die Anwesenheit von österreichischen VolontärInnen hat in Sunyani Tradition: Das Projekt gibt es bereits seit 25 Jahren. Fast genauso lang gibt es dort österreichische Freiwillige, die dort ihren Zivildienst oder Freiwilligendienst im Ausland leisten.

Die Einsatzstelle in Sunyani ist von Accra, der Hauptstadt, zirka so weit entfernt wie Salzburg von Wien, also rund 8 Autostunden auf teils holprigen Straßen. Auf dem weitläufigen Projektareal der Salesianer befinden sich die Community der Salesianer, das Noviziat, eine Berufsschule sowie Internatsgebäude für Mädchen und Burschen. Das Oratorium, eine Art Jugendzentrum, befindet sich etwas außerhalb.

Die Berufsschule besteht aus neun technischen Ausbildungsbereichen, die von Tischlerei bis hin zu Landwirtschaft reichen. Die Berufsschule und ihr guter Ruf zieht Schüler aus der ganzen Region, teilweise sogar aus den Nachbarländern Togo oder Nigeria an.

Deshalb ist es für viele SchülerInnen nicht möglich bei ihren Familien zu leben. Das Mädchen- und das Burscheninternat bieten ihnen eine Unterkunft. Darüber hinaus gibt es das sogenannte Boys-Home. Es ist ein Heim für rund 50 junge Burschen unterschiedlicher Altersstufen, die entweder verwaist sind oder aus schwierigen Familienverhältnissen stammen.

Das sogenannte Oratorium ist ein Ort, zu dem Kinder und Jugendliche zum Spielen, Lernen, Sport machen und Beten kommen können. Ein Ort, wo Kinder einfach Kind sein können. Täglich kommen etwa 150 bis 200 Kinder und Jugendliche im Alter von fünf bis 16 Jahren.

 

Mögliche Tätigkeiten

  • Ansprechperson für Kinder und Jugendliche sein
  • Gestaltung von Freizeitaktivitäten (Spiele, Sport, Tanz und Basteln) für Kinder und Jugendliche jeden Alters
  • Hausübungsbetreuung für Kinder und Jugendliche aller Altersstufen
  • Begleitender Unterricht in den Fächern Informatik, Webprogrammieren, Elektrotechnik oder Mathematik in der Berufsschule
  • Begleitender Unterricht in der Volksschule
  • Kleine Reparaturarbeiten

Fakten

  • Einsatzort: Sunyani, Ghana
  • Einsatzdauer: 10-12 Monate
  • Einsatzbeginn: Sommer
  • Einsatzplätze: 2-4

Erfahrungsberichte (2)

Einsatzbericht Ghana Maximilian

Erleben – Zusammenleben – Vorleben

 

Andreas, Volontär 2014/15